Klimawandel aufhalten

 Kleinbauern stoppen den
Klimawandel.

 

 

Wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Bauern im Globalen Süden erhalten
Boden-Monitoring-Systeme und Mikro-Bewässerungsanlagen.

 

„Die Landwirtschaft ist der stärkste Hebel,
um die großen Probleme unserer Zeit anzugehen.“

Kristina v. Klot
 
Die Klimakrise lässt sich nur lösen, wenn die Zertsörung der Artenvielfalt endlich gestoppt wird.
Professorin Almut Arneth vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung am Karlsruher Institut für Technologie sagt: "Beide Systeme funktionieren nur zusammen. Gesunde arten- und funktionsreiche Ökosysteme etwa tragen viel zur Minderung des Klimawandels bei“. Durch das Artensterben reduziert sich die Speicherkapaziät für Kohlenstoff im Boden, dadurch wird die Klimakrise weiter angeheizt. Das zeigen die neuen Untersuchungen  der Forscher.

Am wichtigsten sind Kleinbauern.

Sie bauen Landsorten mit hoher genetischer Vielfalt an.

Humus ist die obere Schicht der Erde und speichert 4x so viel des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) wie alle Bäume der Welt und 2x so viel wie die Atmosphäre. Kleinbauern fördern mit ihrer Bewirtschaftung die Artenvielfalt und damit einhergehend die Humusschicht. Wenn wir Kleinbauern im Globalen Süden wirtschaftlich und technologisch unterstützen, können wir den Klimawandel aufhalten.
Die Zivilgesellschaft - das Engagement aller Bürger ist gefordert, um das Artensterben und damit den Klimawandel aufzuhalten.

Kleinbauern bauen typischerweise die alten Landsorten mit hoher genetischer Vielfalt an. Die wirtschaftliche Situation dieser Kleinbetriebe verschlechtert sich aber durch häufige Dürreperioden und fehlender Bewässerungsmöglicheiten. In dem Maße, wie diese Kleinbetriebe verschwinden, verlieren wir auch die biologische Vielfalt (Biodiversität) und damit verschlechtert sich zunehmend das Weltklima.

Kleinbauern im Globalen Süden, die Zugang zu Mikro-Bewässerungsanlagen und Boden-Monitoring-Systemen (Smart Farming Technologie) bekommen und in der Lage sind, diese Technologie und dieses Wissen auf ihren Feldern anzuwenden, sind in der Lage, ihre Betriebe wirtschaftlich und nachhaltig zu betreiben. Sie bewahren die biologische Vielfalt und tragen damit wesentlich dazu bei, den Klimawandel aufzuhalten.

Wir stellen diese Technologie und das dafür erforderliche Wissen den Kleinbauern in Indien und Afrika zur Verfügung. Wir fördern insbesondere  Frauen, die damit ein eigenes Einkommen erwirtschaften und ihre Gleichberechtigung stärken können.

 

Lesedauer 5 Minuten

Landwirtschaftskrise und Klimakrise hängen eng zusammen.

Das Lösen der Landwirtschaftskrise kann die Klimakrise lösen.

Ein Blick auf die Entwicklung der Landwirtschaft der letzten Jahrzehnte zeigt,
wie die Krise entstanden ist und wie Kleinbauern jetzt dazu beitragen,
den Klimawandel aufzuhalten.

1940er Jahre
Die Erforschung von Hochertragssorten
Wie alles anfing
1960er Jahre
Die "Grüne Revolution"
Die Welternährung scheint gesichert
1980er Jahre
Die Ernüchterung
Die "Grüne Revolution" gerät ins Stocken
1990er Jahre
Entscheidung ist gefragt
Umweltzerstörung und Genmanipulation als Folge
2000er Jahre
...bis heute
Ökologie und Ökonomie im Einklang

Erforschung von Hochertragssorten in den 1940er Jahre

Grüne Revolution Ab Mitte der 1940er Jahre finanzierte die Rockefeller-Stiftung in Zusammenarbeit mit der mexikanischen Regierung die Erforschung von Ertragssteigerungen für Weizen, Mais und Bohnen, um die drohenden Hungersnöte abzuwenden. Dem Agrarwissenschaftler und Pflanzenforscher Norman Borlaug gelang die Züchtung von Weizen-Hochertragssorten. Diese wuchsen schneller und waren gegen bestimmte Pilzerkrankungen resistent, so dass zwei und bei günstigen Klimaverhältnissen sogar drei Ernten im Jahr eingefahren wurden. Bis Anfang der 1960er Jahre wuchsen auf 95 % aller Weizenfeldern Mexikos die Hochertragssorten. Die Ernteerträge konnten bis dahin versechsfacht werden. Mexiko versorgte sich jetzt selbst und war nicht mehr auf Importe angewiesen. Borlaugs Erfolge sprachen sich herum.

 

Die "Grüne Revolution" der 1960er Jahre

Hochleistungsreis

In den 35 Jahren nach 1960 sollte sich die Weltbevölkerung verdoppeln. Eine enorme Herausforderung stand bevor, um Hungersnöte abzuwenden. Für die Völker Asiens war Borlaugs Erfolg mit Weizen und Mais allerdings nicht direkt nutzbar.

Reis ist für die Tropen das wichtigste Getreide. Auf Basis von Borlaugs Forschungsergebnissen gelang dem 1961 in Manila (Philippinen) gegründeten Forschungsinstitut IRRI (International Rice Research Institute) 1966 der Durchbruch mit der Naßreissorte IR8, dem sogenannten "Wunderreis", mit dem auf einen Schlag die Erträge verdoppelt wurden. Dies war allerdings nur unter Zuhilfenahme von Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel, erhöhter Bewässerung und Ausdehnung der Bewirtschaftung in der Fläche möglich. So konnte die Welternährung mit dem enormen Bevölkerungszuwachs Schritt halten. Die sogenannte "Grüne Revolution" rettete Millionen Menschen das Leben. Für seine Forschungsarbeiten erhielt Norman Borlaug 1970 den Friedensnobelpreis.

 

Die "Grüne Revolution" gerät ins Stocken

Bodenerosion durch Trockenheit

Dank der schnell wachsenden Hochertragssorten konnten Bauern, die früher pro Jahr nur eine Ernte einfuhren, jetzt zwei oder gar drei Ernten einbringen. Aber Anfang der 1980er Jahre gingen die Ernteerträge zurück. Es war etwas schief gegangen.

Durch die Wachstumsphase über das ganze Jahr hinweg konnte sich der Boden nicht mehr erholen. Die Nährstoffe wurden geringer. Der großflächige Einsatz von Kunstdünger war erforderlich. Dadurch musste allerdings der Boden ganzjährig bewässert werden. Durch die ständige Bewässerung verdichtete sich der Boden. Beim nächsten Starkregen wurde die obere humusreiche Schicht einfach weggeschwemmt oder durch das kahl legen der Oberfläche nach der Ernte durch den Wind abgetragen. Die sogenannte Erosion ist ein ernstes Thema. In Indien gingen geschätzt pro Jahr 6 Milliarden Tonnen nährstoffreicher Erdboden verloren. Die feuchte Erde führte ausserdem dazu, dass sich vermehrt Insekten und Krankheitserreger bildeten. Dies machte den Einsatz von Pestiziden erforderlich. Der Einsatz der chemischen Zusätze verteuerte die Produktion. Kleinbauern wurden finanziell überfordert und wurden gezwungen, ihre Felder zu verkaufen und mussten sich oftmals als Tagelöhner ihren Lebensunterhalt verdienen. Die "Grüne Revolution" war gescheitert. Doch die für die Landwirtschaft Verantwortlichen unterschätzten oder ignorierten das Ausmaß der Zerstörung.

 

Umweltzerstörung und Genmanipulation

Umweltzestörung-LandwirtschaftDer flächendeckende Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden und der enorme Wasserverbrauch laugten die Böden aus. Das Ergebnis der "Grünen Revolution" führte und führt bis heute zu dramatischen Umweltzerstörungen und hohen Kosten, die von allen Menschen getragen werden müssen.

Manche setzen jetzt ihre Hoffnung in das gentechnisch veränderte Saatgut. Aber die Genmanipulation trägt das gleiche Risiko, wie die "Grüne Revolution". Die Folgen sind unabsehbar. Die Patente für das genmanipulierte Saatgut liegen bei wenigen Saatgut-Konzernen, von denen die Landwirte abhängig sind. Was gepflanzt wird bestimmt nicht mehr der Landwirt. Was wir essen, ist das was am meisten Gewinn abwirft. Welches Risiko wir alle damit eingehen ist nicht absehbar.

Ein Ausweg aus dieser Misere sind die Kleinbauern. Sie bauen die alten natürlichen, nachhaltigen und ertragreichen Landsorten an. Ohne Risiko. Ganz im Gegenteil, die Vielfalt in den Sorten sichert gleichzeitig die biologische Vielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt, die sogenannte Biodiversität. Dadurch stabilisiert sich der Boden und ist in der Lage, das klimaschädliche CO2 (Kohlendioxid) zu speichern. Aktuell gibt es noch 500 Millionen Kleinbauern auf der Welt. Sie tragen wesentlich dazu bei den Klimawandel aufzuhalten. Aber, um überleben zu können, benötigen sie wirtschaftliche und technologische Hilfe.
 

 

Der Mensch im Einklang mit der Natur

Smart-Farming-Technologie

Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass die biologische Artenvielfalt (Biodiversität) die Voraussetzung für die Bewältigung der Klimakrise ist. Kleinbauern achten beim Pflanzenbau auf diese biologische Artenvielfalt. Sie sind in der Lage den Klimawandel weltweit aufzuhalten. Aber sie benötigen wirtschaftliche und technologische Hilfe, damit sie ihre Arbeit tun können und damit sie auch davon leben können.

Sie benötigen die neuen Technologien, wie zum Beispiel Mikro-Bewässerungsanlagen und Boden-Monitoring-Systeme. Damit sind sie in der Lage den Boden und die Pflanzen nachhaltig zu bewirtschaften. Nicht zuviel und nicht zu wenig Wasser, keine Überdüngung, keine Pflanzenschutzmittel und dadurch kein Stress für die Pflanzen, sondern gesundes und nachhaltiges Wachstum. Die Landwirte kehren mit dieser Technologie wieder zurück zum natürlichen Pflanzen- und Ackerbau. Ohne Risiko für Mensch und Natur. Ökologie und Ökonomie im Einklang. Mensch und Technologie im Einklang mit der Natur, das ist der neue Beruf des Landwirts. Die neue Technologie bietet den Landwirten Unterstützung, um den natürlichen Bedarf der Pflanzen einfacher zu verstehen. Sie sichert den Landwirten ein solides und verlässliches Einkommen.

Die non-profit Smart Farming gGmbH fördert Frauen in der Landwirtschaft und stärkt damit die Frauenrechte im Globalen Süden.

 


Wir stehen an der Schwelle
zu einer neuen besseren Welt.

Das Wissen und die Erfahrung der Kleinbauern, unterstützt durch moderne Technik, leisten einen enormen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zum Klimaschutz und zur Ernährung der Welt.

Smartfarming Bodenfeuchte Messung

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Klimawandel aufhalten

Mit Hilfe moderner Technologie den Klimawandel aufhalten.

In jedem Augenblick verstehen, was Pflanzen brauchen ist der Schlüssel für ein gesundes Pflanzenwachstum und für eine schonende Bewirtschaftung. Sensoren für Bodenfeuchtigkeit, Bodentemperatur und Nährstoffe überwachen den Zustand der Pflanzen und des Bodens und aktivieren automatisch die Tropfbewässerung und Düngung, wenn die Pflanzen es tatsächlich benötigen. Das reduziert den Wasserverbrauch um bis zu 40% und verringert den Streß für die Pflanzen.

Am Smartphone, Tablet und Computer sehen die Landwirte den aktuellen Status des Ackerbodens in Echtzeit und können jederzeit aus der Ferne Maßnahmen ergreifen.  Sie erwirtschaften damit eine höhere Ernte. Der Wasserverbrauch verringert sich. Die Umwelt, der Boden und das Wasser sind geschützt, das Klima wird geschont und die Qualität der Lebensmittel verbessert.

Landwirt als neuer Beruf

Moderne Technologie verändert den Beruf des Landwirts.

Die Smart Farming Technologie bringt die über Generationen gesammelte Erfahrungen der Landwirte mit der modernen Agrarforschung zusammen. Diese Symbiose befreit die Landwirte von den Launen des Wetters. Sie bekommen über Sensoren auf ihren Smartphones und Tablets direkte Rückmeldung über den Status ihrer Pflanzen und aktivieren jederzeit die Tropf-Bewässerung auf den Anbauflächen. Ihre wirtschaftliche Situation verbessert sich durch stabile und höhere Einkommen. Wir fördern insbesondere Frauen im Globalen Süden.

Der Kampf mit dem Feld weicht einer harmonischen Zusammenarbeit des Landwirts mit dem Boden und den Pflanzen. Der Beruf des Landwirts wird für junge Menschen und hier insbesondere für Frauen wieder attraktiv. Es ist ein Beruf, in dem moderne Technologien, die Erfahrung des Landwirts und das Wissen der Agrarwissenschaft im Einklang mit der Natur zum Einsatz kommen.

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Unter der Haube.

Die Smart Farming Technologie sichert den Lebensunterhalt der Menschen.
Aber es geht um mehr.
Es geht um ein menschenwürdiges Leben.

Arbeit neu verstehen

In erster Linie sichert Arbeit unseren Lebensunterhalt. Aber Arbeit ist mehr, als nur Geld verdienen. Smart Farming rückt die Arbeit der Kleinbauern in ein neues Licht. Die Art und Weise, wie sie mit der Natur umgehen, verändert sich. Der Kampf mit dem Boden weicht einem sinnvollen Umgang mit der Natur und mit den Pflanzen. Die Arbeit bringt Freude und Selbstverwirklichung in ihr Leben. Smart Farming ermöglicht eine neue, moderne Bewirtschaftung der Felder und einen harmonischen Umgang mit dem Boden und den Pflanzen. Sie bringt Erfüllung in die Arbeit als Landwirt.

Faire Bezahlung

Wohlstand ist für alle da. Smart Farming bietet für viele Menschen, die ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdienen, die Möglichkeit, um ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Es ist eine Chance für Kleinbauern, ihre Arbeitsbedingungen, ja ihr ganzes Leben zu verbessern. Das Erkennen des Zustands der Pflanzen und des Bodens, bringt ein neues Wissen und Verstehen in den Beruf des Landwirts. Gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte sind das Ergebnis. Wir stehen heute an der Schwelle zu einem neuen und besseren Leben. Die neuen Technologien machen es möglich. Es liegt in unserer Hand, sie richtig zu nutzen.

Teilhabe und Gleichberechtigung

Die Teilhabe an sozialen und kulturellen Veranstaltungen ist wichtig für den sozialen Zusammenhalt und Frieden in der Gesellschaft. Die Beschäftigung mit Kunst und Kultur eröffnet den Zugang zur Geschichte des Landes, zu Traditionen und kulturellen Werten der Welt. Teilhabe ist nur möglich, wenn die Existenz gesichert ist, wenn das Einkommen ausreicht. Unser Ziel ist es, den Betreibern kleinbäuerlicher Betriebe ein Einkommen für ein würdiges Leben zu ermöglichen. Wir fördern damit die Frauenrechte im Globalen Süden und stärken die Gleichberechtigung der Frauen.

Wirtschaft neu denken - im Einklang mit der Natur. In Würde leben und arbeiten. Das sind unsere Ziele. Dafür arbeiten wir.

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen und besseren Welt. Es liegt in unserer Hand, sie jetzt zu verwirklichen.